Ausflugsziele in der Dübener Heide

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Die Ortsteile von Kemberg

Zur Einheitsgemeinde Stadt Kemberg gehören offiziell 13 Ortsteile sowie mehrere Siedlungen. Ortsteile sind:

Ateritz, Bergwitz, Dabrun, Dorna, Eutzsch, Globig-Bleddin, Rackith, Radis, Rotta, Schleesen, Selbitz, Uthausen und Wartenburg. Direkt zu den Angaben zum Ortsteil gelangen Sie durch Anklicken des Namens.

Viele touristische Gäste suchen nach dem Einmaligen und denken in erster Linie überdimensionierte Bauten oder besondere Naturschauspiele. Beides werden Sie in den Kemberger Ortsteilen nicht finden. Wer sich aber einen Hauch Romantik und ein Gefühl für unberührte Natur erhalten hat, der findet hier das Besondere. In den kleinen Dörfern wird der Unterschied zur hektischen Großstadt spürbar, ist die Vergangenheit noch erlebbar. Hier kann der Besucher noch ausspannen, den Geist und Körper erholen lassen und richtig abschalten. Das muss kein Langzeiturlaub sein, nehmen Sie sich ein paar Stunden Zeit, spazieren sie durch einen oder zwei Orte und deren Umgebung. Lassen Sie das Umfeld auf sich Wirken und ihrer Phantasie freien Lauf.

Die Einheitsgemeinde Stadt Kemberg besteht seit 2010, die Region Kemberg hat eine viel längere Geschichte, denn Hühnengräber und Ausgrabungen zeugen davon, dass bereits in der Bronzezeit, also vor mehr als 3 000 Jahren,  Menschen hier siedelten. Diese Siedlungsepoche war zeitlich begrenzt und erst im 11. bis 14. Jahrhundert beginnt die neuzeitliche Urbanisierung durch Slawen. Später wanderten Germanen aus dem Norden und Osten und Flamen aus den Niederlanden ein und verschmolzen zur heutigen Bevölkerung. Heute würde man von einer Multikultigesellschaft sprechen.karte-gemeinde-kemberg

Geprägt wurde das Leben über Jahrhunderte von der Landwirtschaft, die auf den fruchtbaren Böden der Elbniederung basierte und im Wildreichtum der Wälder der Dübener Heide sowie der Fischwirtschaft an der Elbe ihre Ergänzung fand. Handwerk und mittelständisches Gewerbe vervollständigten das Lebensbild der Vergangenheit. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde der Tourismus als Wirtschaftszweig entdeckt.

Ateritz

umfasst die Ortsteile Ateritz, Lubast und Gommlo. Die Gemarkung besitzt eine jahrtausend alte Siedlungsgeschichte. Hühnengräber aus der Bronzezeit sind Zeugen dieser Epoche. Die Ortsteile sind verkehrstechnisch gut erschlossen, die B 2 führt durch Lubast und bei beiden anderen Orte sind nur ein wenige hundert Meter von der Bundesstraße entfernt.

Für den Besucher einen Abstecher wert sind:

Jungfern- und Reitergrab. Beide abseits der Ortschaften, aber unmittelbar an der B 2 zwischen Lubast und dem Wachtmeister.

In Lubast die Töpferei, in der Unikate regionaler Keramik hergestellt und angeboten werden.

In Gommlo die romanische Wehrkirche, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückgehen. Besonders sehenswert die barocke Innenausstattung.

Bergwitz

wird von der B 100 tangiert. Der Ort selbst ist ruhig und beschaulich, mit einem herrlichen Anger an der Dorfstrasse. Besonders eignet sich der Ort für Wanderer und Radfahrer als Ausgangspunkt für kleine und große Touren. Ausreichend Parkflächen sind an der B 100 vorhanden.

Bergwitz/Bergwitzsee

Sehenswert sind:

Der Bergwitzsee, an den Ort grenzend. Auf fast 200 Hektar kann gebadet, gesurft und gesegelt werden. Er zählt zu den schönsten Badeseen der Region. Bekannt als Paradies für naturliebende Freizeitjünger und besonders Familien; die FKK-Halbinsel lockt jeden Sommer viele Besucher an.

Der Campingplatz unmittelbar am See.

Die Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert als ältestes Bauwerk des Ortes.

Zu Bergwitz Ort gehört der Ortsteil Klitzschena.

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Dabrun

Der Ort liegt in den Elbauen südöstlich von Wittenberg und 13 km östlich von Kemberg. Vom Verwaltungssitz aus gelangt man nach Dabrun über die B 2 in Richtung Wittenberg fahrend, nach etwa 5 km rechts/östlich auf die B 182 abbiegen; in  Rackith die Bundesstraße verlassen und der Straße nach Dabrun folgen.

Wahrzeichen des Ortes ist die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Backsteinkirche; offener Dachstuhl und Hufeisenempore charakterisieren sie. Durch ihre gute Akustik ist sie ein beliebter Ort für Konzerte.

Erwähnenswert sind

die östlich von Dabrun gelegenen Sandberge „Kanabude", in denen 1934 und 1962 Ausgrabungen zu zwei slawischen Siedlungen stattfanden sowie

der Dabruner Riß, ein alter Elbarm, an dem bis 1847 ein Weinberg betrieben wurde. Noch heute erinnern das Winzerhaus als Gaststätte und Pension „Zum Weinberg" daran.

Zu Dabrun gehören die Ortsteile Boos, Melzwig und Rötzsch. Für Freunde lutheranischer Geschichte ist interessant, dass Katharina von Bora in Boos landwirtschaftlichen Besitz hatte.

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Dorna

liegt 6 km östlich von Kemberg an der B 182, beide Orte sind direkt miteinander verbunden. Das 200-Seelen-Dorf ist ruhig und beschaulich. Die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert war lange Zeit das herausragende Gebäude und weithin sichtbar. Doch Mitte der 90er Jahre entstand ein Windpark, dessen Masten die Kirche weit überragen. Der Windpark zählt zu den größten in Sachsen-Anhalt.

Etwa 1 km südlich des Ortes beginnt die Dübener Heide mit ihren ausgedehnten Wäldern. Zu diesen und den Elbauen führen zahlreiche Wander- und Radwege.

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Eutzsch

zählt zu den großen Ortsteilen der Einheitsgemeinde (rd. 600 Einwohner) und liegt verkehrsgünstig an der Gabelung von B 2 und B 100. Diese Bundesstraßen führen von Wittenberg nach Bad Düben - über Kemberg - und nach Bitterfeld. Obwohl der Ort wirtschaftlich keine große Bedeutung besitzt, gehört er  zu den ältesten Siedlungen im Umkreis - seine Erstnennung datiert aus dem Jahr 965.

Zu Eutzsch gehört der Ortsteil Pannikau (an der B 100 gelegen).

Globig-Bleddin

der etwa 600 Einwohner zählende Ort liegt etwas abseits der Fernverkehrsstraßen zwischen der Elbe im Osten und den Wäldern der Dübener Heide im Süden, und ist über die B 182, bei Dabrun abbiegen, zu erreichen. Bis Kemberg sind es etwa 9 km.

Es ist eine ausgesprochene landwirtschaftlich orientierte Region. Bekannt das Dorffest im Sommer und das Erntedank-/Kartoffelfest im Oktober.

Globig-Bleddin spielte in der 1813er Schlacht von Wartenburg eine wichtige Rolle.

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Rackith

liegt an der B 182 und ist 7 km von Kemberg entfernt. Mitten im fruchtbaren Gebiet der Elbniederung gelegen ist der Ort durch Landwirtschaft geprägt.

Im 11. Jahrhundert wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Besuchenswert

die gotische, reichhaltig ausgestattete  Kirche aus dem 16. Jahrhundert.  In  der Kirche befinden sich noch gut erhaltene alte Wand- und Balkenmalereien, besonders erwähnt wird das Deckengewölbe. Die Kirche wurde von Luther und Melanchthon einer Visitation unterzogen.
Kirchenvisitation: "Überprüfung der geistlichen Amtsführung und des kirchlichen Lebens, Besichtigung der Einrichtungen (z. B. Schule) und Kontrolle der Vermögensverhältnisse einer Kirchengemeinde durch die vorgesetzte Kirchenbehörde." aus: Deutsches Rechtswörterbuch

das dreigeschossige Taubenhaus vom Ende des 19. Jahrhunderts. Der Besitzer, Herr Dr. Liebusch, kann viel Wissenswertes erzählen.

Zu Rackith gehören die Ortsteile Lammsdorf und Bietegast.

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Radis

am Rande der Dübener Heide und unmittelbar an der B 100 gelegen besitzt der Ort alle Voraussetzungen für Tourismus. Entsprechende Unterkünfte sich vorhanden, dazu zählt auch die Jugendherberge im Schloss.

Der Astronom Johann Gottlieb Galle, Entdecker des Planeten Neptun, wurde im Papsthaus zu Radis geboren.

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Rotta

ist gemeinsam mit seinen Ortsteilen Reuden und Gniest das touristische Zentrum Kembergs. Seine Lage in der Dübener Heide und gleichzeitig nahe der B 100 sowie die zahlreichen Übernachtungseinrichtungen vom Campingplatz bis zum Hotel und ein attraktives Rad- und Wanderwegnetz sind die Voraussetzungen dazu.

Nicht erst moderne Touristen entdeckten die gute Lage, bereits vor 3 000 Jahren wurde hier gesiedelt, im 14. Jahrhundert entstand der Ort neu. Die unter Denkmalschutz stehende Marien-Kirche stammt aus der Gründungszeit und ist das älteste Bauwerk des Ortes; die über 500 Jahre alten Glocken sind der Stolz der Ortsansässigen. Die Kirche ist in Bauernbarock ausgemalt.

Der Ortsteil Reuden hat seinen Ursprung ebenfalls im 14. Jahrhundert. 1507 wurde der Ort der Universität Wittenberg geschenkt, damit wurde Reuden zum Universitätsdorf. Später wurde Kohle gefördert. Die Kohlebahn von Reuden nach Bergwitz wurde 1951 stillgelegt, der Bahndamm ist heute Teil des Radfernweges Berlin-Leipzig; die Restlöcher des Tagebaus sind heute beliebte Badeseen und an ihnen befinden sich Campingplätze (Königsee) und ein Kinder- und Jugendzentrum (Friedrichsee).

Im Ortsteil Gniest befindet sich das einzige Kriegerdenkmal Deutschlands, das eine Lutherrose ziert.

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Schleesen

mit Naderkau als Ortsteil.

Schleesen wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, die Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Ort ist stolz auf seinen Kirchenmusikkomponisten Richard Bartmuß, der im 19. Jahrhundert weit über Mitteldeutschland hinaus bekannt war.

Am 3. Wochenende im Juli findet das Rosenfest statt, viele Gäste.

Naderkau an der Straße Oranienbaum - Radis gelegen und dessen Ansiedlung Bräunigk.

Selbitz

Selbitz

Der kleine Ort mit weniger als 300 Einwohnern liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen 12 km südwestlich von Wittenberg am Rand des Biosphärenreservats Mittelelbe. Diese Lage ist Zeichen einer weitgehend ursprünglich erhaltenen Natur, sie führte aber auch in der Vergangenheit zu vielen Überschwemmungen.

Seine Ersterwähnung erfolgte bereits im 14. Jahrhundert, der Ort ist er nicht zu verwechseln mit dem kleinen Städtchen Selbitz in der Nähe von Hof/Bayern.

Der bekannte Wörlitzer Park ist nicht weit entfernt.

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Uthausen

Der kleine Ort mit rd. 200 Einwohnern liegt östlich der B 100 und ist von dieser gut zu erreichen. Die Wälder um den Ort ziehen viele Besucher durch die vielen kleinen Seen und den Pilzreichtum an. Besuchenswert

Campingplätze in Ortsnähe

verschiedene kleine Seen

der Glockenturm in der Mitte des Ortes und

das Turmfest, jedes Jahr am 1. Augustwochenende.

Wartenburg

liegt in der Elbaue, 12 km südöstlich von Wittenberg und 14 km östlich von Kemberg. Von Kemberg gelangt man die B 2 querend über Dorna und Globig-Bleddin nach Wartenburg.

1176 wurde Wartenburg erstmals als Wardenberch urkundlich erwähnt. Die Nähe zur Elbe ist einerseits von Vorteil, denn viele Tiere, wie Biber, Storch und Fischreiher, haben sich hier angesiedelt und erfreuen Wanderer. Das Naturschutzgebiet Großer Streng liegt etwas nördlich des Ortes.

Der kleine, beschauliche Ort erwarb sich Bekanntheit durch die Schlacht zwischen napoleonischen Truppen unter General Ney und einem Korps der Schlesischen Armee unter General Ludwig Yorck (Schlacht bei Wartenburg im Oktober 1813 kurz vor der Völkerschlacht bei Leipzig). In diesem Gefecht mussten die napoleonischen Truppen die Elbe als Schutzlinie aufgeben. Auch die Orte Bleddin und Globig gehörten zum Gefechtsgebiet.

Die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zur 200-Jahr-Feier der Schlacht bei Wartenburg laufen schon auf Hochtouren.

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letzte Änderung: 08.02.2012