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Am Westrand der Dübener Heide reihen sich, wie an einer Perlenkette, mehrere große Seen. Sie verleihen der Region einen besonderen Reiz, denn hier treffen Wald und Wasser aufeinander, hier trifft sich ursprüngliche Natur und renaturierte Landschaft. Dem Besucher wird so eine große Vielfalt an Gestaltungsvarianten für Freizeit und Urlaub geboten. Diese Gegend ist ein Musterbeispiel für die Einflussnahme des Menschen auf sein Umfeld und sie verdeutlicht, wie hochwertig einst industriell genutzte Flächen wieder in die Landschaft eingegliedert werden können.
Die Seenlandschaft Dübener Heide umfasst die sich von Nord nach Süd aneinander reihenden Gewässer
Dazwischen liegen weit verstreut eine Vielzahl kleinerer Seen, die weniger kultiviert wurden, jedoch eine einzigartige Romantik und ursprüngliche Natur ausstrahlen. Genannt werden sollen als Beispiele der Barbarasee, das Restloch Sachsenburg und der Zschornewitzer See (Regattasee) bei Gräfenhainichen/Zschornewitz, der rote, blaue und grüne See bei Burgkemnitz, die Gniester Seen und der Königsee bei Uthausen.
Nördlich dieser Seenkette fließt in etwa 20 km Entfernung die Elbe, die im Osten unmittelbarer Grenzfluss der Dübener Heide ist.
Im Süden geht die Seenlandschaft Dübener Heide nahtlos
in das Leipziger Neuseenland über. Die bei Delitzsch liegenden Werbeliner und Schladitzer See
gehören zu diesem und schließen sich etwa 20 km entfernt an den Seelhausener See an.
Herrliche Strände und Wälder sind entstanden und im kristallklaren Wasser spiegelt sich die Sonne und der Himmel (sofern sichtbar).
Rundwanderwege und ausreichend Gastronomie (in den Sommermonaten) ergänzen das Angebot.
Die Entstehung der Gewässer aus ehemaligen Braunkohletagebauen ist nur an einigen Stellen zu erkennen bzw. zu erahnen.

Der Bergwitzsee ist der nördlichste in der Seenkette. Er liegt am Südrand der Ortschaft Bergwitz (zur Stadt Kemberg gehörend). Seine Lage am Rand des
Naturparks Dübener Heide, seine Nähe zu sehenswerten Städten wie Wittenberg und Dessau sowie eine gute Verkehrsanbindung durch die B 100, die nur etwa 500 Meter
entfernt vorbei führt, sind verkehrstechnische Vorzüge.

Er umfasst etwa 180 ha Wasserfläche sowie einen Uferumfang von rd. 8 km.
Der See wird als Freizeit- und Erholungsgebiet genutzt. Das Wasser hat eine sehr gute Badegewässerqualität. Ein herrlicher Campingplatz, große Liege- und Strandflächen sowie gastronomische Versorgung sind vorhanden. Möglichkeiten für Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren bestehen ausreichend. siehe auch Ausflugsziele
Der Europaradwanderweg R1 führt am See vorbei.
Der Gremminer See befindet sich nördlich der Stadt Gräfenhainichen, am Westrand der Dübener Heide. Er ist vor allem durch die auf einer Halbinsel
gelegene Stadt aus Eisen, Ferropolis, bekannt.
Die Flutung des aus einem Braunkohletagebau entstandenen Sees soll 2012 abgeschlossen sein. Die Uferlänge beträgt etwa 14 km und ist auf einem durchgängigen Radweg befahrbar. Eine durchaus lohnenswerte Radtour, geeignet für die ganze Familie. Viele Bänke laden zum Verweilen ein. Zwei Aussichtspunkte am Rande des Sees ermöglichen einen guten Blick über den See auf Ferropolis.
Aufgrund seiner landschaftlichen Reize soll der See in den nächsten Jahren stärker für den Tourismus genutzt werden. Schon heute erfreuen sich Angler über den Fischreichtum. Anzutreffen sind u. a. Zander, Welse, Barsche, Karpfen, Rotfedern und die kleine Maräne.
Der Name des Sees ist zurückzuführen auf den Ort Gremmin, der ehemals an dieser Stelle stand. Auf Grund seiner unmittelbaren Verbindung mit Ferropolis, wird er auch teilweise als Ferropolissee bezeichnet.
1987 -1993 wurde nahe dem Ort Gröbern im Tagebau Braunkohle gefördert; als letzter Tagebau im Bitterfelder Revier wurde er 1993 geschlossen. Der in den Folgejahren entstandene Gröberner See befindet sich zwischen der Stadt Gräfenhainichen und dem Naturpark Dübener Heide. Seine Flutung soll 2012 abgeschlossen sein. Obwohl konkrete Vorstellungen zu seiner Gestaltung bestehen, ist er noch weitgehend naturbelassen.
Die Größe des Tagebaus von 600 ha verweist auf die möglichen Ausmaß des künftigen Sees; er umfasst etwa 3,6 km² (368 ha) und eine Uferlänge von etwa 10 km.
Bekannt wurde der See (Tagebau) durch den Fund des ca. 100.000 Jahre alten "Gröberner Waldelefanten" im Jahre 1987. Dieser ist heute im Landesmuseum für Ur- und Frühgeschichte in Halle ausgestellt; eine Nachbildung befindet sich in Ferropolis, der Stadt aus Eisen. Die Fundstelle am Rande des Gröberner Sees ist durch eine Hinweistafel gekennzeichnet.
Der Muldestausee ist mit 6,3 km² Oberfläche das zweitgrößte Gewässer der Seenlandschaft Dübener Heide. Er bietet Wassersportlern reichhaltige Möglichkeiten
der Betätigung, neben einem Wassersportzentrum für Segler und Kanuten gehören Schwimmen, Surfen und Rudern zu den Angeboten. Besonders beliebt ist Angeln, der
Fischreichtum sichert vielen passionierten Petrijüngern ein Erfolgserlebnis.
An seinem etwa 15 km langem Ufer befinden sich die Orte Schlaitz, Pouch, Mühlbeck und Friedersdorf. Neben dem Straßennetz verbindet diese auch ein Rundwanderweg, der teilweise als Naturlehrpfad profiliert ist. Angebote der Orte sind u. a.
Der Muldestausee ist ein beeindruckendes Beispiel für die gezielte Umgestaltung einer Bergbaufolgelandschaft durch die Hand des Menschen. Seit 1976 ist der ehemalige Braunkohletagebau geflutet. Ursprünglich als Staubecken für den Hochwasserschutz vorgesehen, entwickelte er sich sehr schnell zu einem beliebten Naherholungsgebiet am Rand der Dübener Heide.
Die Goitzsche liegt südöstlich von Bitterfeld_Wolfen und zeichnet sich bereits auf dem ersten Blick durch seine Dimension aus. er ist
In den letzten Jahren wurde er mit besonders großem Aufwand renaturiert. Durch sein vielfältiges Angebot entwickelte er sich schnell zum Gewässer mit der größten Besucherresonanz.
Mit der Goitzsche ist ein attraktives Erholungs- und Naturschutzgebiet entstanden.
Die vorhandenen Angebote sind sehr vielfältig. Fachleute sprechen vom weltweit größtem Landschaftskunstprojekt, das sich die Eigenheiten einer Tagebaulandschaft zu eigen gemacht hat.
Das jährlich am zweiten Augustwochenende organisierte Goitzsche-Fest
ist das größte Volksfest der Region und zieht über 100 000 Besuchern an. Zeitgleich
finden bei der Halbinsel Pouch Motorbootrennen statt (Welt-, Europa- und Deutsche Meisterschaften in unterschiedlichen Klassen).

Außerdem wird jährlich der Goitzsche-Marathon in verschiedenen Disziplinen (u. a. auch mit Inlineskates) entlang des Sees ausgetragen.
Wo sich heute der große Goitzschesee ausbreitete, floss bis 1949 die Mulde. Diese wurde umgeleitet und in einem gewaltigem Tagebau Braunkohle und Bernstein gefördert. 1991 wurde die Kohleförderung eingestellt und in den Folgejahren mit der Flutung des Beckens und seiner Randbebauung begonnen. Durch das Hochwasser im Jahr 2002 brach ein Damm der umgeleiteten Mulde und das Wasser ergoss sich in das Tagebauloch und bewirkte einen schnellen, vorzeitigen Flutungsabschluss.
Siehe auch Goitzsche bei Ausflugszielen.
Der Seelhausener See ist der südliche innerhalb der Seenlandschaft Dübener Heide, er liegt westlich der Gemeinde Löbnitz und ist der einzige See, der bis in den Freistaat Sachsen (Landkreis Nordsachsen) reicht. Die ehemalige Kreisstadt Delitzsch befindet sich nur wenige Kilometer westlich.
Er umfasst eine Fläche von ca. 630 ha und 13 km Uferlänge.
Im Vergleich zur Goitzsche mit über 2000 ha Wasserfläche ist der Seelhausener See zwar klein, er bietet jedoch in seinen Uferpartien eine Reihe schöner An- und Ausblicke. Dazu gehören das Sausedler Steilufer sowie die umgebenden Landschaften der Muldenaue, des Sausedlitzer Weinberger und des Laueschen Berges.
Mit der geplanten Schleußenverbindung zur Goitzsche wird seine Bedeutung weiter ansteigen.
Neben diesen drei großen Gewässern laden viele kleinere Seen zum Verweilen ein; sie liegen oft abgeschieden und bieten so Ruhe und Beschaulichkeit, aber auch Romantik für frisch Verliebte.Zu den größeren unter den kleinen zählen der Friedrichsee mit dem Kinder- und Freizeitzentrum sowie der Königsee mit Campingplatz. An beiden besteht gastronomische Betreuung.
letzte Änderung: 28.12.2011